Maschinenfundament

Zur Fertigung von Industriedampfturbinen mit einer Leistung von bis zu 180 Megawatt wurde durch die Siemens AG der Kauf einer CNC-gesteuerten Drehmaschine mit integriertem Frästeil veranlasst. Damit können Rotoren bis ca. 12 m Länge und 4 m Durchmesser bearbeitet werden. Eine Herausforderung bestand darin, das ca. 27 m lange und 9 m breite Maschinenfundament auf Grundlage des durch die Fa. INNSE BERARDI definierten Maschinelayouts so effizient wie möglich innerhalb der Halle zu platzieren. Hierzu wurde ein 3-dimensionales Modell erstellt, das Tragwerk mittels Finite-Element-Methode analysiert und durch Variantenvergleich optimiert und dimensioniert. Für die Realisierung mussten ca. 2.190 m³ Baugrube ausgehoben, 900 m Bohrpfähle als Tiefengründung eingebaut und 1.095 m³ Beton sowie 60 Tonnen Stabstahl verbaut werden. Nach Fertigstellung des Fundaments erfolgte die Abnahme mittels Probebelastung (250Tonnen) und einer entsprechenden Lastmatrix. Im Ergebnis dieser Belastung wurden die zulässigen Grenzwerte der Verformung im Bereich der X- und Y-Achse ≤ 0,04 mm und die Querneigung zwischen beiden Achsen ≤ ±0,01/1000 eingehalten. Als weitere Leistung erfolgte die Bemessung und Bauüberwachung mehrerer Plattenfelder.

Fakten:

  • Bauherr: Siemens AG
  • Standort: Lutherstraße 51, 02826 Görlitz
  • Baugrube: 2.190 m³


Aufgaben:

  • Drehmaschine TPF 400
  • Ingenieurbauwerke alle Leistungsphasen
  • Tragwerksplanung alle Leistungsphasen